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Straffreistellung aufgrund von Drittverhalten
Zurechnung und Freistellung durch Macht
 
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten; Verlag: Mohr Siebeck; Auflage: 1. A. (März 2007); Sprache: Deutsch; ISBN-10: 3161492064; ISBN-13: 978-3161492068
 

Ausgezeichnet mit dem Dr.-Herbert-Stolzenberg-Preis

der Justus-Liebig-Universität Gießen (zur Pressenachricht)

 

Ein Blick ins Buch.

Zur Bestellung beim Verlag.

Zur Rezension von Werner Beulke, in: ZIS 2009, 173 


Inhalt:

In der gegenwärtigen Strafrechtsdogmatik ist es bisher wenig geklärt, wann und warum es normativ angezeigt ist, einen Täter deshalb zu entlasten, weil eine dritte Person in das verbotene Geschehen eingreift. Arndt Sinn bringt deshalb die Typen freistellenden Drittverhaltens in eine eigene Ordnung, um sie dann in Bezug zum Strafrechtssystem zu bewerten und auf ein neues Prinzip strafrechtlicher Zurechnung und Freistellung – Macht – zu gründen. Konkreter Untersuchungsgegenstand sind die Situationen, in denen eine Rechtsgutsbeeinträchtigung aufgrund des Verhaltens einer anderen Person, die nicht Opfer, sondern ein Dritter ist, den Strafbarkeitsausschluss oder eine Strafmilderung zur Folge hat (z. B. in Fällen von vis absoluta oder bei Verwaltungsakzessorietät). Das hohe Abstraktionsniveau der anerkannten Freistellungsgründe und die gedankliche Trennung der miteinander agierenden Personen bei der Fallprüfung erschweren es, das Verhalten des Dritten als Freistellungsgrund wahrzunehmen. Der Autor versucht deshalb, die Begriffe des Verbrechens, der Zurechnung und der Freistellung an eine soziale Größe zu binden, die wegen ihres universellen Charakters geeignet ist, die Verbindung zwischen Sein und Sollen herzustellen und als Grundlage im Bereich der Strafrechtsdogmatik zu dienen. Erstmals erarbeitet der Autor hier anhand der Drittbeteiligungsfälle eine machttheoretische Verbrechenskonzeption, die das Verhältnis von Macht und Recht von vornherein in ihren Denkansatz aufnimmt. Das Buch bietet darüber hinaus die Grundlage für eine machttheoretisch fundierte Handlungslehre.

Die Veröffentlichung der Schrift wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

 
"Die strafrechtlich, soziologisch und philosophisch ambitionierte Arbeit Sinns wirft also zahlreiche Fragen und Zweifel auf. Aber darin liegt auch wieder viel anregende, zu weiteren Diskussionen herausfordernde Kraft."
Claus Roxin Juristenzeitung 2007, 835
 
"Sinns überaus bedenkenswerte Habilitationsschrift bietet darüber hinaus die Grunlage für eine neue, machttheoretisch fundierte Handlungslehre."
Michael Soiné Archiv für Kriminologie 2007, 187
 
"Insgesamt ist festzuhalten, dass Sinn ein äußerst beeindruckendes Werk geschaffen hat. Die Kühnheit seiner Zielsetzung, der Tiefgang seiner rechtstheoretischen und -philosophischen Gedankengänge und die Akribie seiner Argumentation verdienen höchste Anerkennung."
Werner Beulke ZIS 2009, 173
 
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