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Buchbesprechung Organisierte Kriminalität Drucken E-Mail

Buchbesprechung
 

Walter Gropp; Arndt Sinn (Hrsg.)

Organisierte Kriminalität und kriminelle Organisationen. Präventive und repressive Maßnahmen vor dem Hintergrund des    11. September 2001. (Giessener Schriften zum Strafrecht und zur Kriminologie, Bd. 14)

Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden 2006, 684 Seiten, ISBN 3-8329-1682-4 Ladenverkaufspreis 109 €

In diesem Sammelband werden die Ergebnisse einer Fachtagung an der Universität Gießen zusammengefasst. Im Anschluss an den Eröffnungsvortrag, in dem Jörg Kinzig „Die Rolle des Rechtsstaats bei der Bekämpfung schwerster Kriminalität“ beschreibt, folgen zahlreiche Landesberichte, in denen unter anderem die Verhältnisse in Deutschland, Frankreich und England, Italien, Österreich, Russland und Polen dargestellt werden. Dies eröffnet bereits interessante Einblicke in die rechtlichen Rahmenbedingungen, die in den einzelnen Staaten zur Bekämpfung dieser Kriminalitätsform zur Verfügung stehen. Nicht weniger aufschlussreich sind die Kapitel, in denen die Verfolgungspraxis durch Exekutive und Justiz behandelt wird. Besonders hervorzuheben sind „Geldwäsche und Korruption aus Sicht der Polizei und der Staatsanwaltschaft“ und „Verfolgung von Terrorismus und organisierter Kriminalität in der Justiz- und Polizeipraxis“. Nicht selten wird in diesen Beiträgen „Klartext“ geredet. So etwa, wenn Jürgen Ebner seinen Beitrag, in dem er sich mit der Bedeutung von Europol beschäftigt, mit den Sätzen einleitet: „Das Entstehen eines Europas ohne Grenzkontrollen, eines gemeinsamen europäischen Wirtschaftsmarktes mit modernen Kommunikationsformen hat zweifelsfrei neuartige internationale Kriminalität hervorgerufen, die in ihrer Dimension, Kapitalkraft und sozialen Bedeutung neue Herausforderungen zur Wahrung der inneren Sicherheit mit sich brachte.“ Ausdrücklich zu loben ist, dass die Autoren ihren Blick auf die Praxis richten und nicht der Versuchung erliegen, Organisierte Kriminalität neu zu definieren. Bei der Beschreibung dessen, was Organisierte Kriminalität ist, orientieren sich die Autoren an der Gemeinsamen Richtlinie der Länder aus dem Jahr 1986.

Resümee: Unverzichtbar. (Dr. Reinhard Scholzen)

(Quelle: http://www.bundespolizeigewerkschaft.de/service/buchbesprechungen/organisierte_kriminalitaet.htm) 

 

 Dr. Michael Soiné in Archiv für Kriminologie, 2008, S. 192:

"Das Werk dürfte nicht nur für den Wissenschaftler, der sich mit Fragen zu Organisierter Kriminalität und Terrorismus befasst, von Interesse sein. Auch Berufspraktiker, die ebenfalls unter den Autoren vertreten sind, finden neue und wichtige Anregungen für die Bekämpfung dieser Kriminalitätsphänomene."

 
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